Nach 30 Stdn. Arbeiten und Handball bin ich, zusammen mit 5 weiteren Fans, heute früh heil wenn auch seeehr enttäuscht aus Berlin zurückgekehrt.
Ein besonderer Dank geht an unsere Fahrer Jochen und Jan, die uns mit Hilfe von "Susi", unserer Stimme an Bord, ohne Verkehrs-oder Wetterprobleme
nach Berlin gebracht haben. Unterwegs haben wir einen Stop an der Raststätte "Garbsen" gemacht, und uns beschlich alle ein betretenes Gefühl, obwohl
die Raststätte nur indeirekt etwas mit dem fürchterlichen und unfassbaren Unglück von vorletzter Wochen zu tun hatte.
Gegen 19.00 betraten wir die Max-Schmeling-Halle und wurden sehr freundlich von den ersten Fanclubmitgliedern der Füchse begrüsst, die uns fragten ob wir
am Abend noch wieder zurückfahren wollten. " Nach dem Spiel" war die Antwort, " Oha, das ist aber sportlich,"meinte ein Fan. "Nun, da sind wir hier ja
wohl an der richtigen Stelle" sagte ich und wünschte dann ein schönes Spiel, wobei ich das, ehrlich gesagt, hier auf uns beziehen wollte. Wir wurden
dann noch von einigen Ex-Nordhornern begrüsst: die seit 30 Jahren in Berlin leben, oder noch kilometerweit entfernt, oder in Berlin studieren. Sie
freuten sich, Nordhorner und die HSG-Farben zu sehen. Danach nahmen wir unsere Plätze ein, und harrten der Dinge bzw. Zuschauer, die da noch kommen
sollten. Das zog sich dann schließlich noch bis Minuten nach dem Anpfiff hin.
Um 19.30 waren noch keine HSG-Spieler in Sicht. Wir sahen uns irritiert an: Machen die sich in einer Nebenhalle warm, oder was? Um 19.45 lief der letzte
HSG-Spieler zum Warmmachen in die Halle. Heute wissen wir warum, und das, obwohl sie schon am Vortag angereist waren. Sie hatten wohl keine "Susi"
an Bord. 1. Halbzeit: Die Abwehr erinnerte uns an die 2. Halbzeit des Hamburgspiels, und wurde durch einige eigenwillige Schiedsrichterentscheidungen
auch nicht sicherer. Ola war so aufgebracht, daß er nicht nur bereits in der 10. Min. die Auszeit nahm, sondern sich auch wohl mit den Schiedsrichtern
angelegt hatte, sodaß er schon sehr früh Gelb sah. In der Folge ist er wild gestikulierend vor der Bank auf und ab getigert- Marin Schwalb lässt grüßen.
So haben wir Ola noch nie gesehen.
2. Halbzeit: zu Beginn keine Besserung- 5. Min.- Auszeit, zunächst auch ohne Wirkung. Doch dann- plötzich 5:1 Deckung-und die Füchse kamen von der
Fährte ab. Als dann, nach gefühlten 20 Min. endlich die 28:27 Führung geschafft war- großen Anteil daran hatte Goran Sprem- wurden nacheinander
3 hochkarätige Chancen vergeben: einfach die Übersicht verloren, überhastet reagiert, Torwart "erschossen" oder Tor nicht getroffen, zum Haare
raufen. In der Schlussminute bei 30:29 sollte Rastko mit Leibchen als 7 Feldspieler eingreifen, doch dazu kam es nicht mehr.
Nach dem Schlusspfiff hatte sich ein Schiedsrichter in die Spielfeldecke an unserer Seite zurückgezogen. Was war passiert: Bjarte war wohl wutentbrannt
auf ihn zugegangen, sodaß Heiner B. mit Riesenschritten herbei eilte, um ihn abzudrängen. Bjarte ging mit ohne sich zu beruhigen. Dann drehte sich
plötzlich wieder um, und ging wieder auf den Schiedsrichter zu und war nur durch 2 Mann davon abzuhalten. So wütend haben wir ihn noch nicht gesehen.
Rastko hat sich nach dem Spiel noch in unsere Richtung begeben, alle anderen waren schnell verschwunden. Sie mochten sich wohl nicht vorstellen wie
wir uns nach diesem Auftritt gefühlt haben.
Leider hat die Mannschaft mit der 2. Halbzeit vom Hamburgspiel weitergemacht und sich so jeder Chance beraubt, dazu agierten am Mittwochabend
die Berliner Füchse zu leidenschaftlich.
PS. Ob der Schiedsrichter in der von euch angesprochenen "Zeitspiel-Szene" eine Verletzung auf Grund eines Krampfes im Arm erlitten hat, konnten wir
nicht mehr in Erfahrung bringen. Nachdem Bjarte gebändigt war, haben beide den "Ort des Geschehens" unverzüglich verlassen.