Handball: Eintracht Hildesheim in der Preussag-Arena?
Wie bekommt man erstklassigen Handball in die Preussag-Arena? Arena-Geschäftsführer Rafael Voigt hat die Antwort: „Wir hatten immer zwei Optionen: Entweder bauen wir einen Verein von den Wurzeln her auf, oder wir übernehmen einen bestehenden Erstliga-Klub.”
Das mit der Übernahme hat nicht geklappt – die HSG Nordhorn mag nicht umziehen. Bleibt noch die andere Möglichkeit: Die Arena ist offenbar bestrebt, mit Eintracht Hildesheim eine Kooperation herbeizuführen und für die erste Liga aufzupäppeln.
Gerald Overbeck, Hildesheims Trainer-Manager, macht aus den Gesprächen mit Voigt und Arena-Eigner Günter Papenburg kein Geheimnis: „Die Arena ist für jeden Verein interessant. Es wäre doch grob fahrlässig, wenn man nicht miteinander reden würde.”
Ein Aufbau von den Wurzeln her wäre beim ehemaligen Erstligisten nicht nötig. Die Mannschaft gehört zu den Zweitliga-Spitzenteams, ist in der abgelaufenen Saison Vierte geworden und hat sich für die kommende Spielzeit, so Overbeck, „für unsere finanziellen Verhältnisse optimal verstärkt”.
Klar ist aber: Die Arena wird mit Zweitliga-Handball nicht zu füllen sein, der Aufstieg in die Eliteklasse würde noch mindestens ein Jahr dauern. „Die Frage ist, ob die Herren von der Arena diese Geduld haben”, sagt Overbeck. Zudem müsste der Klub seine Identität ändern oder aufgeben.
„Wenn man das längerfristig in Hannover betreiben will, dann müsste das eine hannoversche Mannschaft sein”, hat Overbeck erkannt – ob sein Klub dazu bereit ist, lässt er offen.
Andererseits: „Wir sind hier ja am hannoverschen Südzipfel, von Hildesheim aus ist man schneller hier als von den nördlichen Stadtteilen aus”, sagt Voigt. „Vielleicht wäre eine Kombination Hildesheim/Hannover denkbar.”
Nächste Woche sollen die Gespräche fortgesetzt werden.